Orgel

Lionel Rogg

begann seine weltweite Karriere als Konzertorganist im Zeichen der Musik Johann Sebastian Bachs. Nach seinem Musikstudium am Genfer Conservatoire bei Pierre Segond (Orgel) und Nikita Magaloff (Klavier) führte er in zehn Konzerten das Gesamtwerk für Orgel des Leipziger Thomaskantors auf, das er außerdem dreifach auf Tonträger eingespielt hat. Seither ist er als gefragter Organist (und manchmal auch Cembalist) in der ganzen Welt aufgetreten. Rogg hat mehr als vierzig Jahre in Genf unterrichtet, wo er junge Organisten aus allen Teilen der Welt empfangen hat. Über 50 seiner Studenten wurden mit dem „Premier Prix de Virtuosité“ ausgezeichnet.

Im Laufe seiner Karriere hat Rogg auch als Gastprofessor am Mozarteum (Salzburg) und an der „Civica Scuola di Musica“ (Mailand) regelmäßig Kurse gegeben. 2005-2010 war er zudem als Professor für Improvisation an der Royal Academy of Music in London tätig. Seine Einspielungen erhielten 1970 den Grand Prix du Disque de l‘Académie Charles-Cros (für die „Kunst der Fuge“), 1980 den Deutschen Schallplatten-Preis (für das komplette Orgelwerk von Buxtehude), 1992 den Prix de l‘Académie du Disque Français (für „El Organo Historico Español“). In jüngster Zeit widmet sich Rogg in besonderem Maße seiner kompositorischen Tätigkeit. 1989 wurde er von der Genfer Universität zum Doktor Honoris Causa ernannt.